Die elektronischen Bissanzeiger haben in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Es gibt sie von fast jeder Firma in allen erdenklichen Farben, Formen und Preiskategorien. Es gibt in der Regel drei grundlegende Funktionen eines elektronischen Bissanzeigers: Lautstärke, Empfindlichkeit und Tonhöhe.
Lautstärke beim elektronischen Bissanzeiger
Die Lautstärke sollte immer den gegebenen Umständen angepasst werden. Angelt man nachts unmittelbar vor dem Ufer und es ist eine ruhige Sternenklare Nacht, muss man den Bissanzeiger nicht bis zum Anschlag aufdrehen. Ob der Fisch in der Uferregion diesen hohen Ton wahrnimmt sei mal dahingestellt. Allerdings sollte man auch immer Rücksicht auf andere Angler nehmen, die sich durch lautes gepiepse gestört fühlen könnten. In den heutigen Zeiten, wo fast jeder Angler einen elektronischen Bissanzeiger besitzt gibt es an vollen Tagen am Gewässer ein richtiges Piep-Konzert, welches den ein oder anderen Angler gewaltig auf die Nerven gehen kann. Darum sollte man auch aus Rücksicht beim Ablegen der Rute und Straffen der Schnur entweder den Bissanzeiger aus machen oder die Schnur nicht in den Bissanzeiger legen.
Empfindlichkeit beim elektronischen Bissanzeiger
Die Empfindlichkeit hängt davon ab, welche Witterungsverhältnisse herrschen. Bei strakem Wind oder Regen sollte man die Empfindlichkeit etwas drosseln, da sonst bei jeder kleinen Bewegung der Schnur der Bissanzeiger Alarm schlägt.
Tonhöhe beim elektronischen Bissanzeiger
Die Tonhöhe ist einerseits Geschmackssache des Anglers, andererseits aber auch als Orientierungshilfe geeignet. Bei 3 Ruten, die in verschiedenen Abständen stehen, kann man schon anhand der Tonhöhe feststellen an welcher Rute gerade der Biss ist, ohne die Ruten im Auge zu haben.
Desweiteren gibt es Unterschiede im Aufbau eines elektronischen Bissanzeigers. Manche haben ein kleines Rädchen mit einer Art Windmühle unter dem Gehäuse. Diese „Windmühlenblätter“ durchbrechen beim rotieren eine Lichtschranke. Wird diese unterbrochen, gibt es das Tonsignal. Andere Bissanzeiger haben ein magnetisches Rädchen, welches auf Veränderungen des Magnetismus reagiert. Bissanzeiger mit Magneten sind etwas schwerfälliger als Bissanzeiger mit einer Lichtschranke. So kann es sein, dass der Bissanzeiger mit Magneten bei einer Posenmontage und offenem Bügel nicht reagiert, da sich keine Spannung auf der Schnur aufbauen kann um den Mangneten zu bewegen. Sollte dies der Fall sein, sollte man zusätzlich ein Gewicht in die Schnur hängen, damit sich die Schnur straffen und sich eine Spannung aufbauen kann. Beim Benutzen des elektronischen Bissanzeigers sollte man außerdem stets auf den Batteriestatus achten. Nicht alle Modelle haben eine „low-batterie“ Anzeige. Denn nichts ist ärgerlicher als ein verpasster Biss, weil der Bissanzeiger nicht reagiert hat. Gleiches kann passieren, wenn man beim Ablegen der Rute vergisst die Schnur korrekt in den Pieper zu legen. Darum sollte man stets einen Probepieper machen, bevor man die Rute längerer Zeit nicht mehr im Auge hat. Es ist besser, man begeht solche kleinen Fehler garnicht erst, dann muss man sich auch nicht fragen, ob man vielleicht den Fisch seines Lebens verpasst hat.






















